Montag, 25. August 2014

Sri lanka ganz leise

Es ist immer wieder eine wunderbare Erfahrung zu Schweigen und sich in den Ablauf eines Meditationscenters einzufügen. Hier in Nilambe ist es vor allem regenreich. Unser Lehrer spricht von japanischen Künstlern, die bevor sie den Bambus malen, ihn lange betrachten bis die Gedanken aufhören und der Bambus zu ihnen spricht. Erst dann beginnen sie ihn zu malen. Ich will zwar den Regen nicht zeichnen, habe aber ausgiebig Zeit ihn zu beobachten, in all seinen Variaten von Tröpfchen bis Sinnflut über Stunden. Auf einer kleinen Veranda im Frauentrackt ( ja Männer und Frauen leben getrennt) sitze ich in den Pausen muss nur die Arm ausstrecken, um die Hand in die Wolken zu halten.



Eingehüllt von Dschungelgeräuschen atme ich ein und aus und übe Achtsamkeit im Alltag. Ich verlangsame mein Tun und zucke erschrocken zusammen, wenn ein Stock wie eine Schlange erscheint oder einer meiner Blutegelfreunde sich anschleicht......Im fensterlosen Zimmer bette ich mein Haupt auf Steinbänke, atme muffig feuchte Matrazenluft. 


Mit den vergehenden Tagen werden alle Sachen klamm, trage mehrere Schichten, kontrolliere alle 5 bis 8 Minuten meine Beine nach Blutegeln......ich bin durchgeweicht und still.
Das tiefe Wissen unseres Lehrers Upul zeigt sich erst Stück für Stück. Achtsamkeit vs Aufmerksamkeit. Fokusiertes Scannen und Wahrnehmen vs. weite Wahrnehmung für das was da ist.....Alles in allem nicht neu und ganz wunderbar wieder in tiefer Praxis zu sein......Was zurück bleibt ist der einprägsame Satz: " Your soul needs to rest."








 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen